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Der 4. Juli 2012 markiert einen unvergesslichen Tag in der Teilchenphysik. An diesem Datum gaben die Experimente ATLAS und CMS am CERN die Entdeckung des Higgs-Bosons bekannt. Der diesjährige 10.…

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ERC Starting Grant für Joanna Drążkowska

Joanna Drążkowska hat mit ihrem Projekt „Planetoids“ einen Starting-Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) für ihre Forschung eingeworben. Joanna arbeitet als Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe von Til Birnstiel, einem der federführenden Wissenschaftler von ORIGINS, in der Universitätssternwarte der LMU. Ihre Forschung trägt dazu bei, unser Verständnis von der Entstehung von Planeten grundlegend zu verbessern.

Die Entstehung von Planeten rund um Sterne verstehen. Protoplanetare Scheibe, die den jungen Stern HL Tauri umgibt: Neue Beobachtungen enthüllen Substrukturen innerhalb der Scheibe, die noch nie zuvor gesehen wurden, und zeigen selbst die möglichen Positionen von Planeten, die sich in den dunklen Stellen des Systems bilden. Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)

Zahlreiche Entdeckungen von Exoplaneten in den letzten Jahren haben gezeigt, dass die Entstehung von Planeten in Sternensystemen eher die Regel als die Ausnahme ist. Gleichzeitig haben Astrophysikerinnen und Astrophysiker enorme Fortschritte bei der Beobachtung der Geburtsstätten von Planeten gemacht und mehr über die Risiken gelernt, die es gerade in der Umgebung junger Sterne gibt. Trotz dieser wichtigen Erkenntnisse bleibt der Prozess der Planetenentstehung als Ganzes ein Rätsel, da seine Zwischenstufen im Wesentlichen nicht beobachtet werden können.

Modelle für die frühen Stadien der Planetenentstehung

Hier setzt Joanna Drążkowska mit ihrem ERC-Projekt Planetoids (Formation of planetary building blocks throughout time and space) an. Es zielt darauf ab, innovative numerische Modelle für die frühen Stadien der Planetenentstehung zu erstellen, wenn der Staub zu Kieselsteinchen heranwächst und schließlich aufgrund der Schwerkraft in sogenannten Planetesimalen, also Planetenbausteinen, gebunden wird. Für diese wichtige Phase der Planetenbildung gibt es nur wenige globale Modelle.

Joanna Drążkowska studierte Astronomie an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, Polen, und hat im Jahr 2014 am Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Heidelberg promoviert. Nach drei Jahren als Postdoktorandin am National Centre of Competence in Research „PlanetS“ an der Universität Zürich wechselte sie 2018 an die Universitätssternwarte der LMU zu Professor Til Birnstiel. Im Jahr 2021 ist Joanna Drążkowska mit dem A&A (Astrophysics & Astronomy) early career award ausgezeichnet worden.

LMU News: Vier neue ERC-Grants an der LMU