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Der 4. Juli 2012 markiert einen unvergesslichen Tag in der Teilchenphysik. An diesem Datum gaben die Experimente ATLAS und CMS am CERN die Entdeckung des Higgs-Bosons bekannt. Der diesjährige 10.…

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ORIGINS-Wissenschaftler erhält Synergieförderung vom Europäischen Forschungsrat

Der ESO-Astronom und ORIGINS-Wissenschaftler Dr. Leonardo Testi erhält zusammen mit Patrick Hennebelle von der CEA Paris-Saclay in Frankreich, Ralf Klessen von der Universität Heidelberg und Sergio Molinari vom Istituto Nazionale di Astrofisica in Rom, Italien, bis zu 12,6 Mio. € Förderzuschüsse für das Projekt „ECOGAL – Understanding our Galactic ecosystem: From the disk of the Milky Way to the formation sites of stars and planets“ vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Dieses Projekt ist einer von nur 37 Synergiezuschüssen, die 2019 vom ERC finanziert werden und das einzige im Bereich der Astronomie.

Dr. Leonardo Testi, aufgenommen während der ersten drei Tage der ESO@50-Konferenz, die das 50-jährige Bestehen der Europäischen Südsternwarte feiert. Die Veranstaltung fand vom 3. bis 7. September 2012 in der ESO-Zentrale in Garching bei München statt. Bild: M.McCaughrean (ESA)/ESO

Das primäre wissenschaftliche Ziel von ECOGAL ist es, ein einheitliches Vorhersagemodell für die Stern- und Planetenbildung in unserer Galaxie, der Milchstraße, zu entwickeln. Die teilnehmenden Forscher werden Daten aus mehreren großen Beobachtungskampagnen mit dem Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) und einer Vielzahl kleinerer Programme mit einer gesamten Beobachtungszeit von mehr als 1000 Stunden analysieren. Ein Teil der Mittel wird für die Bereitstellung neuer Komponenten für die zukünftigen ALMA Band 2 Empfänger verwendet – die hochempfindlichen Detektoren, die an jeder der 66 Antennen von ALMA installiert werden – was für Astronomen, die mit diesem Teleskop beobachten, ein langfristiger Vorteil ist.

Der ERC ist die führende europäische Förderorganisation für exzellente Spitzenforschung. ERC-Synergiezuschüsse werden an kleine Teams von exzellenten Forschern vergeben, deren Trägerinstitutionen ihren Sitz in Europa haben. Mit einem Gesamtvolumen von 363 Mio. € im Jahr 2019 ermöglichen diese Sonderzuschüsse Gruppen von zwei bis vier Spitzenforschern, komplementäre Fähigkeiten, Kenntnisse und Ressourcen in einem Forschungsprojekt zusammenzuführen, um einige der komplexesten Forschungsprobleme anzugehen, die oft mehrere wissenschaftliche Disziplinen umfassen.

 

Kontakt
Leonardo Testi
Europäische Südsternwarte
Tel.: +49 89 3200 6541
E-mail: testi@eso.org