Zehn Jahre Higgs-Boson: Ein kleines Teilchen mit großem Potential

Bild: CERN / S. Kortner

Vor zehn Jahren vermeldete das Forschungszentrum CERN bei Genf eine bahnbrechende Entdeckung: Durch Kollisionen am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) wurde der letzte fehlende Baustein im Standardmodell der Teilchenphysik gefunden – das Higgs-Boson. Dabei handelt es sich um eine Art Botschafter des Higgs-Feldes, das allen anderen bekannten Teilchen ihre Masse verleiht und somit unsere Welt zusammenhält.

Seitdem steht das Higgs-Teilchen unter genauer Beobachtung. Mit seiner Hilfe konnten die Forschenden viele neue Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen gewinnen. Auch nach zehn Jahren bleibt seine Erforschung weiterhin im Fokus der Wissenschaft. Seit kurzem läuft der LHC nach umfangreicher Aufrüstung wieder und wird bei noch höherer Leistung viel mehr Daten als vorher produzieren. Mit dem Higgs-Teilchen sucht man dabei nach Hinweisen auf neue, bisher unbekannte Teilchen, wie die heißgesuchte Dunkle Materie, und nach neuen Erklärungen für das Zusammenspiel von Teilchen und Kräften – letzten Endes also nach neuen Erkenntnissen über die Geschichte unseres Universums.


Ein Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Wissenschaft für jedermann  in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum.