Die rund 30-minütige Fulldome-Produktion entstand 2019 für das Planetarium des Deutschen Museums. Entwickelt wurde sie in enger Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Museum, dem damaligen Exzellenzcluster Universe und dessen Nachfolger ORIGINS. Für die ESO Supernova wurde die Show technisch überarbeitet und an das Planetarium angepasst.
Eine Reise durch die Geschichte des Kosmos
Begleitet von der Stimme des Astrophysikers und Wissenschaftsjournalisten Prof. Dr. Harald Lesch nimmt die Show das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte des Universums und seiner Erforschung. Von Galileo Galileis ersten Beobachtungen mit dem Fernrohr bis zur modernen Kosmologie zeigt sie, wie sich unser Bild des Kosmos gewandelt hat.
Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Simulationen, die am Hochleistungsrechner des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) in Garching berechnet wurden. Die daraus entstandenen Visualisierungen machen unter der Planetariumskuppel die Entstehung von Galaxien, Galaxienhaufen und den größten Strukturen des Universums erlebbar.
Milliarden Jahre auf dem Supercomputer
„Viele Prozesse im Universum dauern Milliarden Jahre und lassen sich nicht direkt beobachten“, sagt Prof. Dr. Klaus Dolag von der Universitätssternwarte der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Exzellenzcluster ORIGINS. „Simulationen ermöglichen es uns, diese Entwicklung nachzuvollziehen und mit astronomischen Beobachtungen zu vergleichen. Im Planetarium werden die wissenschaftlichen Daten auf einzigartige Weise erlebbar.“
Die gezeigten Visualisierungen basieren unter anderem auf dem Projekt Magneticum Pathfinder, das Klaus Dolag an der LMU München und im Exzellenzcluster ORIGINS leitet. Die Simulationen bilden die Entwicklung des Universums von den ersten Strukturen nach dem Urknall bis zur Gegenwart nach. Sie helfen Forschenden, die Rolle von gewöhnlicher Materie, Dunkler Materie und Dunkler Energie besser zu verstehen.
Forschung unter der Kuppel
„Wir freuen uns sehr, diese beeindruckende Produktion in das Programm der ESO Supernova aufzunehmen“, sagt Tania Johnston, Leiterin der ESO Supernova. „Die Show verbindet aktuelle Spitzenforschung mit einem eindrucksvollen Besuchserlebnis und macht sichtbar, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unser Universum erforschen.“
Neben der Entwicklung des Kosmos stellt die Produktion auch die Wissenschaftslandschaft in München und Garching vor – vom Wendelstein-Observatorium über die Max-Planck-Institute und den Exzellenzcluster ORIGINS bis zur Europäischen Südsternwarte (ESO).
Eine unmögliche Tour durch Raum und Zeit
„Reiseleiter war ich noch nie – und dann gleich so eine tolle Reise. Dank der Arbeit meiner Münchner und Garchinger Kolleginnen und Kollegen, ihrer wundervollen Simulationen und Beobachtungen, können wir eine unmögliche Tour durch Raum und Zeit machen“, sagt Harald Lesch.
„Ausgerechnet! Unser Universum“ wird ab September regelmäßig im Planetarium der ESO Supernova gezeigt. Die Show lädt Besucherinnen und Besucher ein, die Entstehung und Entwicklung des Kosmos anhand wissenschaftlicher Daten unter der Kuppel des Planetariums zu erleben. Die Show richtet sich an ein Publikum ab 10 Jahren. Vor dem 30-minütigen Film gibt es eine Live-Einführung in den aktuellen Nachthimmel, wodurch die Gesamtdauer der Vorführung etwa eine Stunde beträgt. Tickets kosten 6,50 Euro pro Person und können ab sofort online gebucht werden.
Plakat der ESO Supernova zum Download
Kontakt
Prof. Dr. Klaus Dolag
Universitätssterwarte der Ludwig-Maximilians-Universität München / Exzellenzcluster ORIGINS
E-Mail: dolag(at)usm.lmu.de