Nobelpreis für Physik 2026 für Francis Halzen

Der Exzellenzcluster ORIGINS gratuliert seinem Mitglied Francis Halzen herzlich zur Verleihung des Nobelpreises für Physik 2026. Das Nobelkomitee würdigt den belgisch-amerikanischen Physiker für seine maßgeblichen Beiträge zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs und seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Neutrinoastronomie.

Francis Halzen. Bild: Althea Dotzour / UW-Madison

Mit dieser Auszeichnung wird ein Wissenschaftler geehrt, der die moderne Neutrinoastronomie entscheidend geprägt hat. Als treibende Kraft hinter dem IceCube-Neutrinoteleskop am Südpol hat Francis Halzen den Weg für eine neue Form der Beobachtung des Universums eröffnet.

Eine langjährige Partnerschaft in der Neutrinoforschung

Francis Halzen ist seit vielen Jahren eng mit dem Exzellenzcluster ORIGINS und dessen Vorgängercluster Universe verbunden. Eine besonders enge wissenschaftliche Partnerschaft verbindet ihn mit Elisa Resconi, Principal Investigator bei ORIGINS. Seit ihrem Eintritt in den Exzellenzcluster Universe im Jahr 2010 und ihrer Berufung an die Technische Universität München im Jahr 2012 arbeiten beide Forschende eng zusammen und haben die internationale Neutrino- und Multi-Messenger-Astronomie maßgeblich geprägt. Elisa Resconi spielte dabei eine Schlüsselrolle bei der Etablierung der Multi-Messenger-Astronomie, die Beobachtungen von Neutrinos mit anderen kosmischen Boten wie elektromagnetischer Strahlung und Gravitationswellen kombiniert.

Gemeinsam die Zukunft der Neutrinoastronomie gestalten

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Francis Halzen und Elisa Resconi setzt sich bis heute innerhalb der IceCube-Kollaboration fort. Zu ihren engen wissenschaftlichen Weggefährten zählt dabei auch Philipp Eller, stellvertretender Analysekoordinator von IceCube und Koordinator der ORIGINS Research Unit B „Teilchen und Kosmos“. Diese enge Zusammenarbeit unterstreicht die starken wissenschaftlichen Verbindungen zwischen IceCube und der ORIGINS-Gemeinschaft.

Mit maßgeblicher Unterstützung des Exzellenzclusters ORIGINS initiierte Elisa Resconi zudem das Pacific Ocean Neutrino Experiment (P-ONE), ein Neutrinoteleskop der nächsten Generation im Pazifischen Ozean, das neue Einblicke in die energiereichsten Prozesse des Universums ermöglichen soll.

Ein weiteres Beispiel ihrer langjährigen Partnerschaft ist das gemeinsam koordinierte MIAPbP-Programm „Neutrinos as Cosmic Messengers: A Decade of Discovery and the Path Forward“, das von Februar bis März 2027 in Garching stattfindet und internationale Expertinnen und Experten der Neutrinoforschung zusammenbringt.

Seit 2012 ist Francis Halzen zudem TUM Distinguished Affiliated Professor und trägt damit wesentlich zur engen wissenschaftlichen Verbindung zwischen der University of Wisconsin–Madison, der Technischen Universität München und der ORIGINS-Gemeinschaft bei.

Wir gratulieren Francis Halzen herzlich zu dieser herausragenden und wohlverdienten Auszeichnung.

Pressemeldung auf NobelPrize.org

Kontakt:
Prof. Dr. Elisa Resconi
Professorin für Experimentalphysik mit kosmischen Teilchen
TUM School of Natural Sciences / Exzellenzcluster ORIGINS
E-Mail: elisa.resconi(at)tum.de